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Das Orgelprojekt Saalkirche
Neuigkeiten: Der erste Bauabschnitt (Hauptorgel auf der Empore) wird in Auftrag gegeben. Dieser Teil der Orgel wird voraussichtlich im Spätsommer 2013 erstmals in der Saalkirche erklingen. www.skinner-orgel.de
E. M. Skinner-Orgel op. 823
Die Saalkirchengemeinde konnte im Sommer 2008 durch ihr zügiges Handeln innerhalb von nur 3 Tagen den Zuschlag für den Ankauf eines außergewöhnlichen Instrumentes bekommen: die Orgel der First Presbyterian Church aus Passaic (New Jersey), USA. Das Instrument wurde von E. M. Skinner im Jahr 1930 als op. 823 erbaut. Im Jahr 1952 hat die Orgel noch von der Nachfolgefirma Aeolian-Skinner eine Erweiterung um eine Antiphonal-Division (op. 823 a) erhalten. Die Hauptorgel wurde bei dieser Ergänzung erfreulicherweise nicht verändert.
In Passaic haben im Sommer 2008 zwei Kirchengemeinden die Gebäude getauscht (Presbyterian Church und Nuevos Comienzos). Die Nuevos Comienzos brauchen allerdings keine Orgel. Der ursprüngliche Plan der Presbyterian Church war, die Skinner-Orgel mit in das neue Gebäude zu nehmen. Als die Umbaumaßnahmen beginnen sollten, stellte man jedoch fest, dass der Platz in der neuen Kirche für die Orgel nicht ausreicht... Daher musste die Orgel innerhalb von kürzester Zeit verkauft und ausgebaut werden.
In den 30ger Jahren des 20. Jahrhunderts hat man Skinner-Orgeln als “Rolls Royce unter den Orgeln” bezeichnet. Die Instrumente wurden sogar auch von den damals führenden französischen Organisten Louis Vierne und Marcel Dupré sehr geschätzt. E. M. Skinner gilt auch heute noch als einer der besten Orgelbauer der USA bzw. eine der bedeutendsten Orgelbauwerkstätten weltweit.
Die Skinner-Orgel von Passaic ist eine der im Pfeifenwerk authentisch erhaltenen Orgeln aus der besten und produktivsten Schaffensperiode von E. M. Skinner. In den 70er Jahren ist allerdings die originale Skinner-Spielanlage durch einen neuen Spieltisch von Austin ersetzt worden. Klanglich wurde die Orgel aber niemals verändert, d.h. es wurden keine Register ausgetauscht oder dem Zeitgeschmack entsprechend umintoniert, wie es bei vielen anderen Skinner-Orgeln geschehen ist.
Diese Orgel gilt als Denkmalorgel mit besonderer Bedeutung.
Die Orgel hat daher noch das typische und originale Skinner-Klangbild. Diese Orgel wäre nun die einzige Skinner-Orgel in einer europäischen Kirche. Link zur Skinner-Opus-Liste Op. 823.
Interessanterweise haben die First Presbyterian Church und die Saalkirche Ingelheim eine vergleichbare Größe und sogar einen ähnlichen Grundriss. Die akustischen Verhältnisse sind allerdings in Ingelheim deutlich besser.
Mittlerweile konnte die Orgelbauwerkstatt Klais aus Bonn für den Aufbau der Orgel gewonnen werden. Voraussichtlich im Spätsommer 2013 kann die Orgel erstmals in der Saalkirche erklingen.
Bis zu diesem Zeitpunkt muss die Kirchengemeinde allerdings noch mehrere hunderttausend Euro aufbringen, um die Orgel entsprechend aufbauen zu können. Es fehlt ja beispielsweise ein Gehäuse und eine zur Orgel passende Spielanlage. Die Aufstellung der einzelnen Pfeifen muss auch an die neuen - deutlich günstigeren - Platzverhältnisse angepasst werden.
Skinner konnte in seinem op. 823 viele seiner typischen Klangfarben einbauen. Das Instrument ist damals ursprünglich größer geplant gewesen, allerdings konnten durch einen Architektenfehler (zu klein dimensionierte Orgelkammern) nicht alle von Skinner geplanten Klangfarben eingebaut werden. Da zur Zeit Originalpfeifen von Skinner erhältlich sind, besteht jetzt die Chance, das Instrument im Sinne des Erbauers zu vollenden.
Daher benötigt die Kirchengemeinde natürlich auch finanzielle Unterstützung und freut sich sehr über eingehende Spenden für dieses außergewöhnliche Projekt (Spendenbescheinigungen werden gerne ausgestellt).
Für einige zu ergänzenden Pfeifen können auch Pfeifenpatenschaften übernommen werden. Weitere Infos dazu ab Mitte Mai.
Spendenkonto: Ev. Saalkirche Ingelheim Kto.-Nr.: 310 270 71, BLZ 560 501 80, Sparkasse Rhein-Nahe Verwendungszweck: Spende Orgelbau
Die aktuelle (originale) Disposition:
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